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Doch ich ſollt' aus meiner Bruſt dich bannen, Reitzend Bild!... wie? dieſes ſollt' ich? nein! Nein! denn der Gedank' an Mariannen
Würde ſelbſt Gonzagen*) nicht entweihn.
Welch ein Anblick! dieſe blaue Ferne Theilet ſich! bey meinem Prieſtereid! Sie kommt, ſie! verdunkelnd Mond und Sterne, Flattert weit umher ihr Silberkleid: Unverſchleyert, von der Gottheit Strahle Ganz beſchienen, glänzt ihr Angeſicht; Ihre Wange glüht, die Wundenmahle Meines Stifters glühen röther nicht.
Engel Gottes und o auch der meine! Sieh! es weinet dein Geliebter hier, Und es gilt dieß klägliche Geweine Dir, aus allen Heilgen Gottes dir. Ha! du zeigſt mir deine goldne Krone, Die durch Martertod erkämpfet ward; So ſtrahlt die auch, die zu meinem Lohne Am Geſtade der Vollendung harrt.
Segnend blickeſt du auf mich hernieder: O ich brenne ſchon dich dort zu ſehn, Wo wir unſern Gott durch reine Lieder, Rein vom Mißlaut dieſer Welt, erhöhn.
*) Aloyſius von Gonzaga hat mit neun Jahren das Geluͤbde der Keuſchheit abgelegt, und aus Ehrbar⸗ keit ſeiner eigenen Mutter nie ins Auge geſehen.


