Teil eines Werkes 
2. Theil (1817)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Siegwart als Moͤnch im Kloſtergarten.

Hier, wo dieſe melancholſche Quelle Sanft, wie Seraphim⸗„Geliſpel, rauſcht, Sitzet der, der eine kleine Zelle

Für die Erdefreuden eingetauſcht,

Sitzt auf dieſen monderhellten Steinen, Todt für jede Schönheit der Natur, Wollte ſeinen Jammer gern verweinen, Und verweint ihn mit dem Leben nur.

Itzt da über dem beſchornen Haupte Mir der Mond glänzt, von Gewölk umwallt; Und im Buſch, der jüngſt ſich neu belaubte,

Nachtigallen⸗Zärtlichkeit erſchallt;

Bluten wieder alle meine Wunden, Denk ich meiner erſten Jugend Glück, Anders hingebrachter Abendſtunden Denk ich, denk und wünſche ſie zurück.

Als ich, voll von jenen ſüßen Freuden, „Die der Baum unſchuldger Liebe trägt⸗

Meinem theuren Mädchen noch beym Scheiden

Einen Lichtwurm auf den Hut gelegt⸗