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vermag, daß Bücher, Abhandlungen, Gedichte, Nach⸗ richten aller Art, zu denen man in keiner Bibliothek auf der Welt Zugang findet, doch unter der Erde zu treffen find. Dieſe Goldgrube iſt nach meinem Ge⸗ fühle koſtbarer, als irgend eine andere metalliſche Ader. Ich wollte viel darum geben, wenn ich ſagen könnte, daß ich auch hier bei mir, wenn ich nur wollte, aus jedem metner Aecker ein Gedicht ausgraben, in jedem Graben eine Stanze und unter jedem herumliegenden Steine ein Epigramm finden könnte. Aber diée Welt iſt nicht überall ſo: die Erde iſt mit ihren herrlichſten Erzeugniſſen gar ſparſam.“
Eine Thräne glänzte an ſeinem Wimper und ſeine Arme bewegten ſich, als wollte er alle, zu denen er ſprach, an die Bruſt ſchließen, da er endlich noch hin⸗ zuſetzie:„O meine Freunde! ſagt mir, ob Gott nicht gut iſt? In ſeinem Himmel hat er ein Paradies auf⸗ bewahrt für alle, welche—— aber auch ſelbſt die Erde, dieſe Arme, wenn ſie ſich am Morgen im Thau der Schönheit badet, wenn noch der Hauch der Un⸗ ſchuld herrſcht, die Sonne die Thüren vergoldet, aus denen noch Niemand heraus gegangen iſt, um böſe Thaten zu thun, und der Purpur des Oſtens noch einem friſchen Auge entgegenlacht— auch ſie iſt dann ein Segen, ein Troſt für uns, meine guten Kinder. Laßt uns dem Weſen danken, das in einer Größe über uns herrſcht, die ſo groß iſt, daß ſie unſere un⸗ endliche Kleinheit nicht verſchmäht. Gott ſchaut auf uns! Er verzeiht uns, wenn wir weinen; er verzeiht
uns auch, wenn wir lachen. In dieſem Gedanken
fühlt ſich der Greis wieder jung, er fühlt ſich von der Hoffnung velebt, die alle Zeiten durchſtrömt: daß Er Gnade ſchenken werde, dem kein Alter nahen kannz und der Junge fühlt ſich weiſe wie der Aelteſte. Wahrhaft weiſe wird die Weisheit, wenn die Seele den Scharfblick der Kindheit wiever gewinnt. Wir nennen dieſen Blick gewöhnlich Inſtinkt; ich aber nenne
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