Teil eines Werkes 
5. - 8. Bändchen (1844)
Entstehung
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im Vorübergehen aus gewiſſen Autoren, Dokumenten und Monumenten zu uns. In unſern Tagen beginnt man daher durch Gottes Güte wieder Kenntniß von Vielem zu bekommen, was Jahrtauſende lang ver⸗ borgen lag. Sechs Meere, die in einer Kette an ein⸗ ander liegen, haben in der Geſchichte, eines nach dem andern, ſeine eigene Kulturwelt mit ihrem beſondern Glanze um ſich geſehen, der jedoch ſtets wieder einem jüngern weichen mußte. Das innerſte, erſte und höchſte Meer, gleichſam die Waſſermutter der übrigen, ſo wie auch die es umgebende Kultur die älteſſe war, iſt der Mäotis(eigentlich Maietis), um den her die Scpthen(in engerem Sinne), die Sarmaten und die älteſten Aſen ihr Leben in fliller Heiligkeit, in Frieden und einer Frömmigkeit von halb hinduiſcher Natur führten, welche Aſen über Indike und Korokandame herüber gekommen waren. Das zweite, vor jenem liegend, iſt der Pontus, das ſchwarze Meer, um welches die Kimmerier, Thraker, Myſier und Phry⸗ gier eine Welt von mehr kunßtbefliſſener(daftplo⸗ iväiſcher) und poetiſcher, als urſprünglich kriegeriſcher Art bildeten; obwohl ſie ſpäter zu großen Heereszügen aufbrachen. Das dritte iſt der Pelagus, vorzugs⸗ weiſe Archipelagus genannt, das ägeiſche Meer, um welches das griechiſche(helleniſche und joniſche) Leben in einer Anmuth und überhaupt auf eine Weiſe blühte, wie uns durch die Schriftſteller hinlänglich bekannt iſt. Das vierte iſt das ſyriſche Meer zwiſchen Kreta und der Nilmündung; die urſprüngliche See, welche die cypriſchen Muſchelſchiffe durchpflügten, von wo aus die phöniziſchen Handelsflotten in alle Welt hinaus gingen, wodurch ſich natürlich auch die Meeresmpthe und ibre Hauptgottheit, die Venus Anadyomene (Dea Shria, die nordiſche Sir), überall hin ver⸗ breitete. Das fünfte iſt das mittelländiſche Meer, welches das alte japygiſche Waſſer, ſo wie die adriatiſche See und das Mate Tuskum in ſich ſchließt;