Teil eines Werkes 
5. - 8. Bändchen (1844)
Entstehung
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haben mehr als ſie bedürfen, und die Armen zu wenig. Wenn wirzzuerſt unſere nackte Naſe in die Welt hin⸗ ausſtrecken, ſo verſpricht ſie uns gar viel Gutes; überall ſollen wir uns wohl befinden, und Butterbrod eſſen, heißt es. Wenn wir aber kommen, werden wir zum Beſten gehalten und kriegen nichts. Die Hauptfrage iſt dieſe: kann ein Menſch mit Butterbrod regalirt werden, wenn kein Brod da und der Butter ausgegangen iſt? Ich antworte dreiſt mit Nein! Es war alſo von euch nicht zu verwundern, meine wackern Burſche, daß ihr euer Recht zu nehmen ſtrebtet, da ihr es auf keine andere Art bekamt. Viele von euch haben Weib und Kind gehabt⸗ und haben ſie noch weit in der Heimath; aber kein, kein Stück Brod dazu. Ihr giengt alſo ſo weit in der Liebe, daß ihr euere Hälſe riskirtet, und euere Rücken den Ruthenſitreichen ausſetztet, nur um eurer Kleinen willen und wegen

der Noth eurer armen Weiber. Dafür liebe ich euch,

der Landeshauptmann liebt euch, und der König liebt euch. Wenn ihr mir alſo jetzt vedlich folgt, ſo ſollt ihr Kleider und Geld auf eine ehrliche Art bekommen! ihr ſollt Speck und Kartoffeln haben, wie heute, und auf honettem Wege. Das iſt doch hübſch, nicht wahr? Und wenn ihr dann heimkommt zu euern Kindern, dann braucht ihr euch nicht vor den Kleinen die Augen aus dem Kopf herauszuſchämen. Ich bin eines Pfar⸗ rers Sohn, und darf euch deßhalb von Gott, dem Allerhöchſten ſprechen. Ich will euch ſaten, daß er euch verzeiht und euch zu Gnaden aufnimmt, wenn ihr nur euere Rohheit ablegt. Aber der Teufel ſoll euch mit Haut und Haar holen, wenn ihr nicht in Allem genau ſo thut, wie ich will. Laßt uns deßhalb gute Freunde ſein, und männlich zuſammenhalten in Buſch und— Wald.“

„Ich habe den Katechismus bei mir in der Bruſt⸗ taſche,“ fuhr Göran fort und zog denſelben hervor. „Seht da liegt das Buch auf dem Tiſch und meine