Teil eines Werkes 
5. - 8. Bändchen (1844)
Entstehung
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zeit vorüber war, blickte Göran mit Rührung umher, öffnete den Mund und ſprach:„Laßt uns jetzt Gott danken und zufrieden ſein. Heſtra⸗Jon! wenn Du deinen Schurkenſtreich und den gemeinen Rath, den Du uns heute gabſt, bereuen willſt, ſo falle auf die Kniee und thue uns Abbitte. Dann werde ich Dir für deine Schmerzen auch eine kleine Gabe geben, wie die Andern bekommen haben.“

Jon fiel ohne Weiteres auf die Kniee.„Ich bin ein großes Vieh,“ ſagte er,„das weiß Jedermann und ich halte es nicht länger geheim. Verzeiht mir, Herr Göran! verzeiht mir, ihr Alle. Kann ich einen kleinen Kathen von dem Landeshauptmann dafür bekommen, wenn ich zur Verfolgung der Diebe behülflich bin, ſo werde ich mich nachher mit Freuden zur Ruhe ſetzen und nie mehr herumßtreichen. Am liebſten würde ich Gemeindeſchneider in Gardsby in der Nähe von Vexö; denn die Nadel kann ich führen, und habe im Sinne, weit von meinem Geburtsorte weg an einen Ort zu ziehen, wo mich Niemand kennt. Dort will ich dann Hoſen machen bis an meinen Tod.“

„Steh' auf, Jon!“ ſagte Göran.„Geh und ſetze dich hinter den Ofen, ſo ſollſt Du deine Be⸗ ſcheerung erhalten, wenn es Zeit iſt.“ Jon gehorchte wie ein gutes Kind.

Wieder erhob Göran ſeine Stimme, redete zu den Verſammelten und ſprach:„Freunde! ich weiß ſehr wohl, wie es mit euch war, und ich wunderte mich nicht ſo ſehr darüber. Seid verſichert, meine Freunde, daß ich euch nicht böſe bin wegen eurer Thaten, auch der Landeshauptmann iſt nicht böſe auf euch; und ſo⸗ gar der König iſt nicht ſehr böſe, wenn ihr euch nur beſſert. Wir wiſſen wohl, daß wir Alle arme TDeufel ſind, denen unſer Herrgott Gedärme in den Leib ge⸗ geben hat, die Menſchen aber thaten nichts zum Eſſen hinein. Manche Dinge ſind auf Erden nicht recht be⸗ ſtellt, das weiß Niemand beſſer als ich. Die Reichen