Teil eines Werkes 
1. - 4. Bändchen (1844)
Entstehung
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Achtundzwanzigſtes Kapitel. Yas kürzeſte Rapitel im Buche.

Man muß geſtehen, daß dieſe Seite dem An⸗ fang des Buches näher war, als ſeinem Ende.

Gott ruft alſo beſtändig die Seinen zu ſich!

ſagte der Probſt Edeling in tiefer Rührung, nachdem der das Billet geleſen hatte und es wieder zuſammen⸗

legte.Ja, meine guten Kinder, meine Ahnung iſt in Erfüllung gegangen. Kapitän von Mekeroth iſt nicht mehr. Dieſes Billet kommt von der trauernden, niedergeſchlagenen Wittwe. Frau Aurora von Meke⸗ roth, die unglückliche Gattin des Verewigten, ſie, die wir hier Alle als ein Kind des Kirchſpiels aufblühen ſahen, und die einſt am Tiſch des Herrn vor mir beich⸗ tete, ſie hat mir ſelbſt mit züternder Hand dieſen Trauer⸗ brief geſchrieben, worin ſie mich bittet, die Beiſetzung am nächſten Sonntage vorzunehmen.

Der Probſt ſtand auf.Zieh' dich an, Frau! fuhr er fort,ich werde mich ebenfalls ankleiden. Wir müſſen einen Beileidsbeſuch in Aronfors machen. Marie ſoll uns begleiten.

Ich habe jetzt durchaus keine Zeit zu Viſiten, unterbrach ihn Göran, da er fürchtete, ſein Vater möchte auch ihn mitnehmen wollen.Aber wer iſt denn mit dem Brief von Aronfors gekommen? fragte er.Steht der Bote noch draußen? Ich muß noth⸗ wendig mit ihm ſprechen, um zu erfahren, ob Me⸗ denberg zurückgekehrt iſt.

Er ging hinaus und traf auf Jeppe Jonſſon, den flinken Bedienten. Daß Göran durch ihn die Nach⸗ richt von der kürzlich erfolgten Rückkehr Alexanders erhielt, verſteht ſich von ſelbſt: aber ein Mehreres war, daß er mit Jonſſon abſeits unter die Linden längs des Probſthofes ging; und da ſchienen fie wirk⸗