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„Ich ſpiele zwar eigenilich nicht,“ erwiederte die⸗ ſer;„meine Zeit hat es mir nicht erlaubt. Um gut zu Spielen muß man viel und oft ſpielen. Aber ich halte es für die übelſte Gewohnheit, wenn man auf keine Art an dem Antheil nehmen kann, was der Umgang erfordert.“—
„O ſchön, ſchön! der Herr ſpielt— z. B.— ein Whiſt, ein Whiſt, wenn auch nur hier. Da?“
„Das heißt, ich kenne den Gang des Spiels,
Herr Kapitain.“ „Nun, das kann ich mir denken! Hi! es wird nicht viel fehlen, ſo ſpielt der Herr ausgezeichnet Whiſt. Ein Mann wie Herr Medenberg thut nichts ſchlecht. Der Herr ſpielt wohl auch Patience zu zweiſs“ „Das iſt etwas leichtes.“ „Piquet?“ „Darin habe ich am meiſten Gelegenheit gehabt mich zu üben.“
„Mit Ihrem Herren, das kann ich mir denken! Ha! ha! ha! ja das iſt wahrhaftig ſo. Was ſoll man aber auch an den langen Herbſt⸗Abenden, womit unſer liebes Klima uns beſchenkt, anders thun?“
Die Sache wurde alſo ſo ausgemacht, daß noch an demſelben Abend Herr Medenberg in dem Zim⸗ mer des Kapitains eintreffen ſollte, wenn dieſer von der gewöhnlichen Runde mit ſeiner Frau zurück⸗ kehrte; man wollte dann die gegenſeitige Stärke im Piquet verſuchen. Die Unterhaltung begann um halb ſieben Uhr. Gleich im Anfang wurde der Kapitain etwas ſauertöpfiſch, denn es fiel Herrn Medenberg das Glück zu, im erſten Spiele 6 Karten und 16 nebſt 14 Buben zu erhalten, weßhalb er ſogleich 36 rechnen durfte; und da dies geſchehen war, ohne geſtochen zu haben, ſo galt es für 96.„Das wird ernſthaft, wahrhaftig. Hat der Herr immer Glück“ fragte der Kapitain. 8 3
„Es ſcheint dießmal nur geſchehen zu ſein, um
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