Erſtes Kapitel. Weh Aronfors.
Dießmal hielt Frau Mekeroth ihre kleine hübſche Hand vor das Geſicht; weil ſie
in ſich fühlte, ihr drittes Gähnen würde ſo groß werden, daß es ſie entſtellen müßte.
An einem ſchönen ſchwediſchen Septemberabend wanderte ein Herr mit einer Dame Arm in Arm über eine Brücke, die zu einem von Kohlen und grünlichen Schlacken geſchwärzten Wege führte; ihre Abſicht war offenbar die Schmieden zu beſehen und die arbeits⸗ ſamen anſpruchsloſen Leute in den Hämmern drunten zu begrüßen. Die Schmiedejungen, die gewöhnt wa⸗ ren, ihre Herrſchaft täglich die Runde um das Werk machen und die Eſſen beſuchen zu ſehen, waren ein für allemal nach dem eigenen Willen des Herrn von der Schuldigkeit befreit, beim Vorübergehen ſtehen zu bleiben, die Mützen abzunehmen und zu grüßen: wie dieß auch bei den Schmieden ſelbſt der Fall war. Die Eiſenhämmer klopften in ihren gewiſſen, abgemeſſenen und beſtimmten Schlägen fort, ohne ſich im geringſten durch die Anweſenheit der Herrſchaft aus dem Tacte bringen zu laſſen: die fröhlichen Funken ſprühten bei jedem Hammerſchlag weit weg von der rothglühenden Eiſenſtange, die auf dem Ambos geſtreckt wurde, und ſie thaten dieſe jetzt eben ſo freimüthig, ungezwungen und feurig, ungeachtet die Frau Bergherrin ſelbſt da⸗ vor ſtand, und deren manche auf Hände und Kleider bekam.—„Wir gehen jetzt, glaube ich weiter, Auror⸗ chen und machen eine Tour nach dem Garten oder


