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können, ungehindert abzureiſen, Madame,“ ſagte er.»Sie ſind angeklagt, den letzen Willen Warwicks von Monthermer in Ihrem Beſitz zu haben und die Herausgabe desſelben zu verweigern. Ich fordere Sie daher auf, dieſes Document ſofort auszuhändigen und müßte widrigenfalls gemeinſchaft⸗ lich mit meinem Herrn Collegen Ihre Verhaftung bewirken laſſen.*
„Es liegt durchaus nicht in meiner Abſicht, Maſter Mon⸗ thermer des Teſtaments ſeines Vaters zu berauben, Sir,« entgegnete Miſtreß Jenyns.»Hier iſt es.«
Und indem ſie es raſch aus dem Buſen zog, überreichte ſie es Gage mit anmuthiger Geberde.„Es ſollte mir etwas eintragen, da aber Maſter Fairlie nicht mehr iſt, ſo 5 es für mich nichts weiter als Maculatur.“
Und dann ſetzte ſie hinzu, indem ſie Gage boshaft an⸗ lächelte:
„Sie haben jetzt wieder einmal Glück. Ich gratulire Ihnen dazu. Wie lange aber wird es dauern?— Ich gebe Ihnen höchſtens ein Jahr.“
„Ihre Scherze kommen ſehr zur Unzeit, Madame,« bemerkte Sir Hugh.»Maſter Monthermer hat ſich vorge⸗ genommen, ein neues Leben zu beginnen. Er hat ſich ge⸗ beſſert.«
„Seine Beſſerung iſt noch zu neu, um viel Garan⸗ tie für ihre Dauer zu bieten,« entgegnete Miſtreß Jenyns. „Ich für meine Perſon habe ſehr wenig Vertrauen dazu. Gage ſich beſſern! Sie müſſen in der That ſehr leichtgläubig ſeyn, Sir Hugh, wenn Sie an eine ſolche Unmöglichkeit glauben!“


