Teil eines Werkes 
1. Th. (1857)
Entstehung
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»Wohlan, ich will nicht weiter in Sie dringen. Wiſſen aber möchte ich, welche von den Beiden Miß Poynings iſt.«

»Die Dame, welche Sie hierhergeführt haben, nicht, darauf können Sie ſich verlaſſen, Sir,« entgegnete Fairlie.

»Wirklich? Das glaubte ich nicht,« rief Gage, indem er bedachte, wie zärtlich ihm von der zweiten Señora die Hand gedrückt worden.Wie konnte ich nur ſo dumm ſehn! Aber ſagen Sie mir, Fairlie, wo iſt Miſtreß Jenyns? Ich habe ſie bis jetzt noch nicht entdeckt.«

»Vor wenigen Minuten war ſie hier, Sir.«

»Welches Coſtüm trägt ſie? Sie erklärte, ich ſollte mit ihr tanzen, ohne ſie zu erkennen.«

»Wahrſcheinlich haben Sie dies ſchon gethan,« be⸗ merkte der Verwalter lachend.

»Ich habe aber erſt mit einer einzigen Dame getanzt. Ha!« rief Gage, indem ihm plötzlich ein Licht aufging, nun durchſchaue ich es. Jene Spanierin war Miſtreß Je⸗ nyns. Meiner Treu, ich bin nicht ſchlecht angeführt worden. Aber wer iſt der Hidalgo?«

»Da Sie ſo gut rathen, Sir, ſo muß ich wohl geſte⸗ hen, daß ihr Begleiter Sir Randal iſt und der Page, von welchem ſie begleitet ſind, iſt Niemand Anderer als Mi⸗ ſtreß Jenyns Zofe Lucinde. Als Miſtreß Jenyns hörte, daß der junge Pohnings und ſeine Schweſter im Begriffe ſtünden, den Ball zu beſuchen, beſchloß ſie, Sie zu mhſtificiren und wie es ſcheint, iſt ihr dies auch gelungen.«

»Ich werde mich revanchiren,« entgegnete Gage;aber erſt muß ich mich nach Luch umſehen.«

Mit dieſen Worten kehrte er in den Ballſaal zurück.

Ende des erſten Cheiles.

Druck und Papier von Leop. Sommer in Wien.