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Wie Jack Sheppard aus dem Gefängniß zu Willesden brach. 251
ausſtieß, hatte die verhängnißvollſten Folgen für ihren Sohn. Zum Glück verlor ſie die Beſinnung und entging ſo der taurigen Nothwendigkeit, eine Zeugin deſſen zu ſein, was nachher mit ihm geſchah. Die Aufmerkſamkeit der ganzen verſammelten Gemeinde richtete ſich, wie man ſich denken kann, nach dem Ort, von welchem der Schrei herkam. Unter andern bemerkte eine in der Nähe der Thüre ſtehende Perſon, daß ein Mann mit der äußerſten Eile hinausſtürzte. Ein Knabe verſuchte ihm zu folgen, aber da der Argwohn der Zuſchauer durch das Vorangegangene rege geworden war, ſo ward er ergriffen und feſtgehalten. Unterdeſſen ſteckte Herr Kneebone, den die Mienen der Wittwe ſchon beunruhigt hatten, ehe ſie ihren Gefühlen auf die erwähnte Art Luft machte, die Hand mechaniſch in die Taſche, um nach ſeinem Taſchenbuch zu fühlen,— an deſſen ſicherer Bewahrung ihm natürlich ſehr viel gelegen war, da es verſchiedene Briefe und Papiere enthielt, welche ihn und andere in Betreff des Jakobitiſchen Komplotts kompromittiren konnten,— und da er es nicht fand, ſo war er überzeugt, daß es ihm geſtohlen ſein müßte. Er drehte ſich raſch um, in der Hoffnung den Dieb zu ent⸗ decken und war eben ſo überraſcht, als betrübt,(denn trotz ſeiner Fehler war der Tuchhändler ein gutmüthiger Menſch) als er Jack Sheppard in feſtem Gewahrſam ſah. Die Wahr⸗ heit leuchtete ihm mit Blitzesſchnelligkeit ein. Dies war alſo die Urſache des unruhigen, unerklärlichen Blickes der Wittwe, — ihres plötzlichen Schreis! Herr Kneebone theilte der Per⸗ ſon, welche Jck feſthielt und Niemand anders als ein Kirch⸗ wardein und Konſtabel, Namens John Dump, war, leiſe ſeinen Argwohn mit und bat ihn, den Gefangenen auf den Kirchhof hinauszubringen. Dump leiſtete ſogleich Folge, und ſobald Jack außerhalb der heiligen Mauern war, ward er von Kopf zu Fuß, jedoch ohne Erfolg, durchſucht. Jack unter⸗ warf ſich dieſem Verfahren mit böſer Miene und betheuerte


