Teil eines Werkes 
1. Theil (1845)
Entstehung
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Die Wittwe und ihr Kind. 9

noch nicht alles; denn der alte Van ſagte etwas davon, daß das Kind ſeinem neuen Freund beim erſten Zuſammentreffen das Leben retten würde; aber wie das zugehen ſollte, kann ich nicht ſagen.

So wenig wie ein anderer vernünftiger Menſch, er⸗ wiederte Wood lachend.Es iſt nicht gut vorauszuſehen, wie ein Säugling von neun Monaten mein Leben retten ſoll, wenn ich ſein Freund wäre, wie Ihr anzudeuten ſcheint, Miſtreß Sheppard. Aber noch habe ich nicht verſprochen, ihm beizuſtehen, und will es auch nicht, wenn er nicht ein ehrlicher Junge wird, hört Ihr wohl. Von allen Kün⸗ ſten, und es war die einzige Kunſt, die ſein armer Vater, der, zu ſeiner Gerechtigkeit ſei es geſagt, einer der beſten Arbeiter war, die je eine Säge handhabten oder einen Nagel einſchlugen, nie erlernen konnte, von allen Künſten, ſage ich, iſt die Haupitkunſt die, ein ehrlicher Mann zu ſein. So lange Euer Sohn dieſe Vorſchrift befolgt, will ich ſein Freund ſein, aber länger nicht.

Ich wünſche mir nichts mehr, Sir, erwiederte Miſtreß Sheppard ſanft.

Es giebt ein altes Sprichwort, fuhr Wood aufſtehend und an das Feuer tretend fort;es ſagt:Nimm ein fremdes Kind in den Buſen und es wird dir am Ellbogen heraus⸗ kriechen. Aber ich gebe nichts drauf, weil ich denke, es bezieht ſich auf Jemand, der eine Wittwe mit Anhang hei⸗ rathet, und das iſt bei mir nicht der Fall, wie Ihr wißt.

Nun, Sir, athmete Miſtreß Sheppard hoch auf.

Nun, meine Liebe, ich habe Euch einen Vorſchlag wegen dieſes Kindes zu machen, der Euch vielleicht ange⸗ nehm iſt, vielleicht auch nicht. Er iſt wenigſtens gut ge⸗ meint, und ich hätte ihn ſchon vor fünf Minuten gemacht, wenn Ihr mir die Gelegenheit dazu gegeben hättet.