Teil eines Werkes 
1. Theil (1845)
Entstehung
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6 Erſter Abſchnitt. 1703. Ivnathan Wild.

ſie auf einen Stuhl neben ſich nöthigte;ich habe meinen vollen Antheil am Elend getragen, aber ich erwarte keinen Frieden dieſſeit des Grabes..

Unſinn, rief Wood;ſo lange man lebt, hofft man. Laßt den Muth nicht ſinken. Ueberdies, fügte er hinzu, indem er den Shawl aus einander ſchlug, in den das Kind gewickelt war,iſt es eine Sünde, ſich zu grämen, wenn man ſolch ein Kind zum Troſte hat. Gott helf ihm! er iſt das leibhafte Ebenbild ſeines Vaters. Wie der Tiſchler⸗ meiſter, ſo die Späne.

Dieſe Aehnlichkeit iſt hauptſächlich an meinem Elend Schuld, erwiederte die Wittwe ſchaudernd.Wäre das nicht, ſo würde er mir gewiß ein Segen und ein Troſt ſein. Er ſchreit nie, wie die Kinder ſonſt wohl thun, ſondern liegt mir ſo ruhig, wie Sie ihn jetzt ſehen, an der Bruſt oder auf dem Schooß. Aber wenn ich ſein unſchuldiges Geſicht anſehe, wie ähnlich er ſeinem Vater iſt, und wenn ich an das ſchimpfliche Ende dieſes Vaters denke und mich erinnere, wie frei von Schuld er einſt war dann will mich die Verzweiflung überwältigen, Herr Wood; und ſo theuer mir auch das Kind iſt, weit theurer als mein eignes Leben, ſo habe ich doch zum Himmel gebetet, ihn lieber zu ſich zu nehmen, als ihn zum Mann werden zu laſſen und, wie ſeinen Vater, in Verſuchung zu führen, lieber, als ihn ſo gottlos leben und ſo ſchmachvoll ſterben zu laſſen. Und wenn ich ihn vor meinen Augen verkümmern ſah, wie er jeden Tag magerer und magerer ward, ſo habe ich zuweilen geglaubt, daß mein Gebet erhört würde.

Heirathen und Hängen iſt ein Ding des Schickſals, bemerkte Wood nach einer Pauſe;aber ich hoffe, Euer Kind wird ein beſſeres Loos haben, als das eine oder das andere, Miſtreß Sheppard.

Die letzte Hälfte dieſes Satzes ſprach er mit ſo viel