241 ren Beſchuͤtzer zu ſuchen.*) Nach dieſen Wor⸗ ten verließ ſie mich, und ich warf mich auf das Lager, um einige Stunden Schlaſs zu genießen. Am naͤchſten Morgen, als ich erwachte, war ſchon Alles in voller Bewegung, um nach dem von Merino beſtimmten Orte zu eilen, und da ich noch etwa eine Stunde denſelben Weg zu nehmen hatte, ſchloß ich mich an Merinos Trup⸗ pen an. Pepita erſchien ganz mit dem heitern ungetruͤbten Blicke, wie ich ſie am Tage zuvor zuerſt geſehen. Jede Spur des Kummers war auf ihrem Geſichte verſchwunden. Mit Behen⸗ digkeit ſchwang ſie ſich auf ihr Pferd, ritt an meine Seite, und ſang mit ganz eigenthuͤmli⸗ chem Ausdrucke der Zaͤrtlichkeit das Lied eines tapfern Ritters, der ſeinen Zug in das gelobte Land beginnt. Unſere ganze Umgebung entſprach den Worten ihres Geſanges. Von Hoͤhe zu Hoͤhe konnte man die Krieger ſehen, deren ent⸗ bloͤßte Schwerter im Glanze der eben aufgehen⸗ den Sonne funkelten. Ihre Stimme, von den Echos zuruckgeworfen, war weich und dennoch kräf⸗ tig, und der Ausdruck des Gefuhls in ihrem Geſan⸗ ge gab den einfachen Worten eine hohe Bedeutung. *) Einige Zeit darauf erfuhr ich, daß ſie zu den Franzoſen uͤbergegangen ſey, und in Bur⸗ gos mit einem franzoſiſchen General lebe. 16
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


