Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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tine die Hand reichte und in ſein offenes, treues Auge blickte, gab ihm den Beweis, daß er ein Recht habe, zu hoffen: Eglantine werde dieſen Schritt nicht bereuen.

Als die Gräfin ihres Schützlings Verlobung erfuhr, ſagte ſie halb ſchelmiſch, halb wehmüthig: Da iſt die Centifolie doch wieder ausgeartet und zur Dornenroſe, zur Eglantine geworden!

Und als am Abend, in der Dämmerung, ſich Johannes und ſeine Braut auf dem Friedhofe ein⸗ fanden, wo ſie von einem einſam an der Mauer gelegenen Grabhügel, an dem ſie in ſtiller Betrach tung ſtehen geblieben waren, hinweg zu dem Grabe von Eglantinens Pflegemutter traten, da rief Eglan⸗ tine, ihre Arme um Johannes Hals ſchlingend: Sieh', mein Johannes, wie das Kreuz hier die Dornenroſe ſtützt, ſo laß Du Deine Eglantine ſich fort und fort an Deinem Glauben ſtützen, halten, und ſie wird furchtlos und froh der Zukunft ent⸗

gegengehen!

Ende.