Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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Auguſte.

Wohl floſſen, nachdem ſie dieſen Brief geleſen hatte, Eglantinens Thränen, aber ſie wären nicht bitter; ſie gönnte Emilien den frühen Tod, ſie hoffte, nein, ſie glaubte, daß Gott, der barmherzige Gott, ſie gnädig richten werde, ja, daß ihre Strafe ſchon hier auf Erden abgebüßt ſei.

Ihr iſt wohl! ſeufzte ſie, vermochte es aber ſo bald noch nicht, zur Gräfin zu gehen; die Stim⸗ mung, in der ſie ſich befand, paßte ſo gar nicht zu einer Unterhaltung, wie ſie gewohnt war, mit Gräfin Auguſte zu führen. Auch verlangte dieſe jetzt nicht nach ihr, denn auch ſie ſuchte die Einſamkeit, auch ſie ſuchte ihre Gedanken zu ſammeln, zu ordnen, ſich klar zu machen, was in ihrem Innern ſich ſo widerſprechend regte. Und ſo blieb es auch die darauffolgenden Tage.

Auf den Grafen wirkten die Ereigniſſe der Zeit, alle die nun eintretenden politiſchen Umwälzungen im höchſten Grade abſpannend, niederdrückend; er