Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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daß ſie, ohne Gewiſſensangſt, ihrem Herzen folgen, ihn beklagen, ſeinen Verluſt beweinen konnte. Ganz klar war ſich Gräfin Auguſte noch nicht bewußt,

daß ſie bereits die Nothwendigkeit zu empfinden an⸗

fing, zu lernen, zu forſchen, zu ergründen und zu vergleichen, ſich ſelbſt durch eigene Anſchauung ein Urtheil zu bilden, aber es regte ſich in ihrem In⸗ nern ein Trieb, ein Bildungstrieb, den ſie bis jetzt noch nicht gekannt hatte. Auguſte merkte es kaum, wie ſchnell ſie den ſteilen Schloßberg her⸗ abgeeilt war, und blickte ſich, unten angelangt, ver⸗ wundert um.

Schon unten? rief ſie;es iſt doch wahr, liebe Eglantine, was der Menſch will, das kann er! Hätte ich doch nie geglaubt, daß es möglich ſein würde, dieſen Berg zu Fuße herabzukommen! aber ich bin froh, daß ich es gethan habe! Und ſie nahm wieder der Freundin Arm und zog ſie der Pfarrwohnung zu. Als ſie derſelben anſichtig wur⸗ den, erbebte Eglantine und zögerte, weiter zu gehen.

Was iſt Ihnen? fragte die Gräfin; Eglan⸗ tine ſagte erbleichend:

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