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Glaube, Liebe, Hoffnung : drei Novellen / von Chlodwig
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in der Mitte des Kaſtens ſtand die heilige Fahne. Alle drei ſchienen ganz ohne Leben.

Ergebt Euch! rief der Anfuͤhrer der Tuͤrken, den Regungsloſen zu.Ihr ſeid nun des Paſchas Sclaven, da Ihr hier noch werdet gefunden und ſei⸗ ner Gnade verfallen.

Nur der Koͤrper kann zum Sclaven ſich ernie⸗ drigen, entgegnete der Prieſter ruhig,wenn eine feige Seele in ihm wohnt; doch der kuͤhne Geiſt iſt frei! Iſt auch St. Veneranda in Eure Haͤnde ge⸗ fallen, habt Ihr doch nicht die Macht, unſere freien Seelen zu zuͤgeln. Vom Vaterlande ſollen ſie ent⸗ ſchweben zu einem neuen, herrlicheren; denn dort uͤber dem blauen Gewoͤlbe laͤßt uns die Hoffnung blicken der ewigen Freiheit ſelige Geſilde!Und kaum waren dieſe Worte vertoͤnt, erbebten die Tuͤr⸗ ken und Berge, und die drei freiwillig dem Tode Ge⸗ weihten waren vom Leben geſchieden.

In Parga traf Photos ſein Weib und ſeine Kinder, ihn hatte die Hoffnung nicht betrogen, denn wirklich waren ſie von des Tyrannen Gemahlin in einer Nacht waͤhrend ſeiner Abweſenheit von Jannina befreit und nach jener Stadt geſendet. Und als die Sonne ſank in das Meer, ſtand Kaido gelehnt an die Schulter des gluͤcklichen Gatten und ſchaute gen Weſten mit hehrem Blicke in die gluͤhenden Wolken.

Laß uns hier nicht weilen, ſprach ſie ſanft zu dem Geliebten;kaum hat mein Fuß dieſe Erde be⸗ treten, brennt doch ſchon mir die Sohle; dort, wo ſie untergeht die glaͤnzende Sonne, nur iſt Freiheit; hier iſt druͤckende Schwuͤle. Nach Weſten laß uns ziehen; denn noch lange wird es waͤhren, ehe dieſes