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ſo geliebt; ich war in einen ſchrecklichen Irrwahn verfallen. Nur der Tod an deinem Huͤgel ſchien mir willkommen, und doch bebte ich fuͤr dein Leben und hatte nicht die Kraft mir das meinige zu rau⸗ ben.— Antonio hat mich geheilt; er gab mir mei⸗ nen Glauben wieder und ſenkte die Hoffnung zuruͤck in mein Herz, dich ewig mein nennen zu können. Sind auch unſere Koͤrper getrennt, unſere Seelen kann Niemand zerreißen, und der Glaube an ein beſſeres, ewiges Leben, wenn wir das Zeitige in Demuth des Herrn vollbracht, ſoll uns ſtaͤrken: die⸗ ſes mit Muth und Stärke zu tragen; was auch das Schickſal verhaͤngt, dort werden wir wieder vereinigt.“
„Leonardo,“ entgegnete Camilla, das ſchöne Haupt von des Juͤnglings Buſen erhebend,„Dir als Mann geziemt vielleicht dieſe Sprache, denn die ſturmiſchere Seele des Mannes träumt nur Zerſto⸗ rung, kann ſie ihr Gluͤck nicht bewahren; die ruhi⸗ gere des Weibes iſt mehr zum Dulden geſchaffen. Ich habe nie den Glauben verloren: Dich Jenſeits wieder zu finden, wo die Seelen der Reinen ſich un⸗ zertrennlich lieben duͤrfen in Wonne. Nur der Ge⸗ danke, daß der Vater es iſt, der des Weibes Ge⸗ fuͤhle in ſeiner Tochter ſucht zu zerſtoͤren, um ihren Koͤrper dem eitlen Glanze zu opfern, empoͤret mein Herz, und laͤßt mich unnennbare Qualen erdulden. Ich bin und bleibe nur dein! Muß ich auch noch des Marcheſes Umarmung ertragen, erhaͤlt er nur


