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Auerbach's Dorfgeschichten
Entstehung
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Guck, ich kann nicht viel reden, es ſtoßt mir ſchier das Herz ab ſei wieder ſo fromm und gut, wie du geweſen biſt, ſei wieder der lieb' Jvo,“— ſie fiel an ſeinen Hals und weinte. Jvo umarmte ſie und ſagte:

„Mutter lieb, Mutter lieb, ich kann nicht Geiſtlich werden; glaubet Ihr denn, ich hätt' Euch den Kummer ge⸗ macht wenn ich anders könnt'? Ich kann nicht.“

„Sag nicht: ich kann nicht, das iſt nicht fromm; will du nur recht, nimm dich recht feſt zuſammen und ſchüttel all das böſe Gelüſt von dir, es muß gehen. Der Allbarm⸗ herzige wird dir helfen und du biſt wieder unſer Glanz und unſer Freud und biſt ein fromm Kind vor Gott und den Menſchen.“

„Ich bin nicht ſchlecht, liebe Mutter, aber ich kann nicht Geiſtlich werden. Zerreißet mir das Herz nicht ſo. Ach! ich möcht Euch ja ſo gern folgen, aber ich kann nicht.“

„Laß ihn zum Teufel gehen, den Hallunk,“ ſagte der Vater, Chriſtinen von ihrem Sohne wegreißend,„kannſt du denn dein Mutter ſo bitten und betteln ſehen?“

„Zerreißet mich!“ rief Jvo,„aber Geiſtlich kann ich nicht werden.“

„naus, fort, naus oder ich vergreif' mich an deinem Leben,“ rief Valentin, der Schaum ſtand ihm vor dem Munde, er riegelte die Thüre auf und ſchob Jvo hinaus.—

„Es iſt vorbei,“ ſagte Jvo tief aufathmend, und ſchwankte die Treppe hinab. Von droben vernahm man ein Poltern, die Thüre wurde aufgeriſſen und die Mutter kam herab; Hand in Hand ging ſie mit ihrem Sohne bis vor das Kloſter, ſie redete kein Wort, nur als ſie jetzt Abſchied nahm, ſagte ſie:

„Gib mir dein Hand drauf, daß du's noch überlegen willſt, und daß du dir kein Leid an deinem Leben anthuſt.“

Jvo verſprach's und ging ſtill in ſeine Klauſe, der Voden wankte unter ihm, aber in dem tiefſten Kern ſeiner