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einzelnen kräftigen Erhebungen Bartel's waren nur dazu, um ſein eigenes Thun mit den heftigſten Gewiſſensbiſſen anzuklagen.
Immer mächtiger drängte ſich Alles auf Jvo heran, die Luft um ihn her ſchien ihm verpeſtet, er ſchrieb endlich einen Brief an ſeine Eltern, worin er ihnen ſeinen unabänderlichen Entſchluß eröffnete, aus dem Kloſter auszutreten, denn er könne nicht Geiſtlicher werden; weiter ließ er ſich auf keine Erörterung der Gründe ein, denn er wußte wohl, daß dieſe doch nichts verſchlagen würden, auch hätte man ihn gottlos geſcholten, wenn er ſie darlegte, und das hätte doppelten Schmerz gebracht. Mit feſter Hand ſchrieb er den Brief, mit zitternder aber warf er ihn im Abenddunkel in die Brief⸗ lade. Als er das Papier den Schieber hinabgleiten hörte, war es ihm, als ob ſein vergangenes Leben damit in's Grab hinabſinke, und jedes Leben, ſei es auch noch ſo ſchmerzlich und verloren, krümmt ſich im Tode; entſchloſſen richtete er ſich dann wieder auf, der Zukunft entgegen ſchauend.
Einige Tage ſpäter erhielt Jvo einen Beſuch von ſeinen Eltern. Sie nahmen ihn mit in das Wirthshaus zum Lamm. Dort ließ ſich Valentin ein Zimmer anweiſen und als ſie alle darin waren verriegelte er die Thüre.
„Was geht mit dir vor?“ fragte er Jvo ſtreng.
„Ich kann nicht Geiſtlich werden, lieber Vater, ſehet mich nicht ſo grimmig an, ihr ſeid doch auch einmal jung geweſen.“
„So? da ſteckt der Putzen? Du vermaledeiter Bub, warum haſt du denn das nicht vor acht Jahren geſagt?“
Ich hab's damals nicht ſo verſtanden und hätt' auch die Kuraſche nicht gehabt.“
„Wart, ich will dich kuraſchen. Mit dir mach' ich kurzen Handel, du wirſt Pfarrer und damit Baſta!“
„Eh' ſpring ſch in's Waſſer.“
„Iſt nicht nöthig, du kommſt nicht lebendig aus der Stub', wenn du mir nicht in die Hand hinein verſprichſt, Geiſtlich zu werden.“


