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Auerbach's Dorfgeschichten
Entstehung
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Weil ich aber hab' kein Pferd,

So iſt es nicht viel Sagenswerth. Das höchſte Haupt, der Kaiſer gut, Den Gott erhalt' auf ſeiner Hut, Ja alle Fürſten, Grafen und Herren

Das ehrbar Zimmerhandwerk nicht können entbehren.

Ein Zimmergeſelle bin ich genannt,

Ich reiſe Fürſten und Herren durch's Land, Daſſelbe mit Fleiß zu beſehen,

Daß ich einmal möchte beſtehen.

Wann ich hätte aller Jungfrauen Gunſt, Und aller Meiſter ihre Kunſt,

Und aller Künſtler ihren Witz,

So wollt ich ein Haus bauen auf eine Nadelſpitz';

Weil ich aber daſſelbe nicht thun kann, So muß ich bauen nach einem guten Plan. Wer da will bauen auf Gaſſen und Straßen, Der muß einen jeden können reden laſſen.

Ich lieb was fein iſt,

Wann's gleich nicht mein iſt;

Wann mirs gleich nicht werden kann,

Hab ich doch Luſt und Freud' daran.

Drauf trinket ein Gläſelein Wein:

Kamerad! ſchenk mir drauf eins ein.

Bauherr! ich bring's euch aus Lieb' und Freud, Nicht aus Haß oder großem Neid, Sondern aus Lieb' und Freundlichkeit. Auf unſers Kaiſers ſeine Tapferkeit!

Auf ſeines Feindes Verderblichkeit,

Auf hieſiger Herren Geſundheit

Und aller guten Freunde insgemein,

Die hier unten verſammelt ſein.

Jetzt trink ich über euch allen,

Gebt acht! das Glück wird hinunterfallen, Hinunter iſt gar gefährlich

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