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krampf kriegen, hat der Erath geſagt!“ erwiederte das Kätherle, noch immer abgekehrt.
„Wenn du Niemand holſt, ſo geh' ich allein,“ ſagte Hansjörg.
Das Kätherle drehte ſich um und ſah ihn an mit thränenden Augen, aus denen alle Bitten und alle Mächte der liebenden Beſorgniß hell leuchteten. Hansjörg faßte Kätherle's Hand, ſie war fieberheiß, und er ſchaute lange in das Antlitz ſeines Mädchens. Es war nicht ſo was man eigentlich ſchön nennt, es war derb und kräftig; das Antlitz, ſo wie der ganze Kopf hatte eine faſt kugel⸗ runde Bildung, die Stirn war hochgewölbt, beinahe wie ein Halbkreis, die Augen lagen tief in der Biegung, die kleine Stumpfnaſe, die etwas Neckiſches und Uebermüthiges ausſprach, die runden vollen Wangen, Alles verrieth ge⸗ ſundes, friſches Leben. Hansjörg betrachtete die Hocher⸗ glühende, wie wenn ſie die Allerſchönſte geweſen wäre.
So hielten ſie ſich lange und ſprachen kein Wort; endlich ſagte Kätherle:„Soll ich dir ein' Pfeif' ſtopfen?“
„Ja,“ ſagte Hansjörg, und ließ ſie los.
In dem Anerbieten Kätherle's lag der beſte Ausſpruch der Verſohnung; das fühlten Beide, ſie redeten darum kein Wort mehr von ihrem Streit.
Gegen Abend kamen viele Burſchen und Mädchen mit hochglühenden Wangen und freudeſtrahlenden Augen, um das Kätherle zum Tanze abzuholen; es aber wollte durch⸗ aus nicht mitgehen. Der Hansjörg lächelte vor ſich hin. Als er aber das Kätherle bat, ihm doch den Gefallen zu thun und mitzugehen, hüpfte es freudig fort und kam bald darauf ſchön geputzt wieder.
Nun war aber ein neuer Uebelſtand. Trotz ihrer Gut⸗ müthigkeit wollte doch keines von Allen vom Tanze weg und beim Hansjörg bleiben; da kam zu gutem Glück der alte Jockel, und für einen guten Schoppen, den man ihm vom Wirthshauſe ſchicken wollte, verſprach er, wenn's nöthig wäre, die ganze Nacht da zu bleiben.
Der Hansjörg hatte ſich von dem Erath ſeinen Finger


