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Auerbach's Dorfgeschichten
Entstehung
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Mädchen ſchloſſen ſich dann dem Zuge an, der, je weiter er kam, ſich immer mehr vergrößerte; ſie kamen auch vor des Zieglers Haus. Der Fideli kam, als„Geſpiele“ Hansjörgs, mit ſeinem Schatz herauf, um ſtatt des Ver⸗ wundeten das Kätherle mit zum Tanze zu nehmen; dieſes aber dankte, ſchützte Arbeit vor und blieb daheim. Der Hansjörg war hierüber hoch erfreut, und als ſie allein waren, ſagte er:

„Kätherle, gräm' dich nicht, es gibt bald wieder eine Hochzeit, und da wollen wir zwei rechtſchaffen mit einan⸗ der tanzen.“

„Eine Hochzeit?“ fragte das Kätherle betrübt,„ich wüßt' nicht von wem.“

„Komm mal her,“ ſagte Hansjörg lächelnd; das Kä⸗ therle trat näher, und er fuhr fort:„Ich will dir's nur geſtehen, ich hab' mir den Finger mit Fleiß abgeſchoſſen, damit ich kein Soldat zu werden brauch'.“

Das Kätherle fuhr zurück, ſchrie laut auf und bedeckte ſich mit der Schürze das Angeſicht.

„Warum ſchreiſt du?“ fragte Hansjörg,„iſt dir's denn nicht recht? Es muß dir recht ſein, denn du biſt daran ſchuld.“

„Jeſus, Maria, Joſeph! nein, gewiß nicht, ich bin daran unſchuldig. O, du lieber Heiland, was haſt du für eine Sünd' gethan, Hansjörg; du hätteſt dich ja auch todt ſchießen können; nein, du biſt ein wilder Menſch, mit dir möcht' ich nicht hauſen, ich hab' Angſt vor dir.“

Kätherle wollte ihm entfliehen, aber Hansjörg hielt es noch mit der linken Hand feſt. Es ſtand da, riß un⸗ willig, wendete ihm den Rücken zu und kaute an einem Ende der Schürze; der Hansjörg hätte Alles in der Welt drum gegeben, wenn es ihn nur einmal angeſehen hätte, aber all' ſein Bitten und Flehen war umſonſt. Er ließ nun los und wartete eine Weile, ob es ſich nicht um⸗ kehre; als es aber immer ſtumm und abgekehrt blieb, da ſagte er mit zitternder Stimme:„Willſt du nicht ſo gut ſein und meinen Vater holen? Ich will heim.“

„Nein, das darfſt du nicht, du könnteſt ja den Hunds⸗

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