25 Kämpfenden ſtill erwürgen; dann aber entſtand wieder ein ſule allgemeines Halloh, Pfeifen, Schreien und Toben unter n einander. Die Freunde wehrten ab, indeß nach einer alten Fit Bauerntaktik hielten ſie beim Abwehren nur den Gegner ihres Freundes feſt, damit dieſer um ſo tüchtiger drauf rit klopfen konnte. Die Mechtilde aber riß den Jörgli ſo denn wacker am Kopf, daß ſie ihm ein ganz Büſchel Haare ruhig ausraufte. Stuhlbeine wurden nun abgeknickt, die Parteien, und die ſich um die beiden Kämpfenden gebildet hatten, zer⸗ miſt bläuten einander nach Herzensluſt. Aloys und Jörgli aber hielten ſich, wie wenn ſie ſich in einander verbiſſen hätten. Endlich nach langem Ringen hob ſich Aloys in die Höhe und warf den Jörgli auf den Boden, daß man meinte, er hätte das Genick gebrochen, dann kniete er auf ihn nieder, und es war, als ob er ihn erdroſſeln wollte. Der Dorf⸗ ſchütz trat ein und machte dem Lärmen ein Ende. Die Muſik mußte nun für heute aufhören, die beiden Haupt⸗ as kämpfer mußten in das Gefängniß des Rathhauſes wandern. ſch Mit einem zerrauften, blaumäligen Geſichte, bleich und abgehärmt, verließ Aloys des andern Tages das Dorf. Sein Urlaub war erſt morgen zu Ende, aber was ſollte er noch zu Hauſe? Er ging ſo gern wieder fort in's Sol⸗ datenleben, er wäre am liebſten in den Krieg gezogen. Der Schultheiß hatte ihm die Rauferei in den Paß geſchrieben, den Aloys ging einer harten Strafe entgegen. Er ſchaute ſich Sie nicht mehr um, er ging fort, ohne es zu wiſſen, und nen wünſchte nie mehr wiederzukehren. Als er in Horb den ul, Wegweiſer nach Freudenſtadt ſah, von wo aus man nach arf Straßburg geht, hielt er eine Weile ſtill, er gedachte nach ſſch Frankreich zu deſertiren. Da grüßte ihn unverſehens Mechtilde die und fragte:„Ei Aloys, gehſt du ſchon wieder nach Stuttgart?“ ine„Ja,“ antwortete dieſer, und ſchlug den Weg dahin ein. 4 den Die Mechtilde war wie ein Wegweiſer vom Himmel erſchie⸗
nen. Mit einem freundlichen„B'hüt' Gott“ ſchied er von ihr. Auf dem Wege ſummze ihm immer das Lied im Kopfe, das der Jorgli einſt zuerſt geſungen hatte; jetzt konnte es
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