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Blumen mit rothen Bändern daran, und nachdem ſie noch einen tüchtigen Trunk genommen, zogen ſie heimwärts. Unſer Aloys johlte und ſang am lauteſten.
Oben an der Steige harrten die Mütter und viele Mädchen der Ankömmlinge, auch Marannele war darunter. Aloys, mehr vom Lärmen als vom Weine trunken, ging etwas unſicher Arm in Arm mit den Andern. Dieſe Zutraulichkeit war noch nie vorgekommen, aber heute waren ſie Alle gleich. Als die Mutter die Nummer 17 an der Mütze ihres Aloys ſtecken ſah, da weinte ſie und rief einmal über das anderemal:„daß Gott erbarm, daß
Gott erbarm!“— das Marannele fragte den Aloys bei Seite:„Wo haſt du denn meinen Kreuzer?“—„Ich
hab ihn verloren,“ ſagte Aloys, aber trotz ſeiner halben Unbewußtheit ſchnitt ihm dieſe Lüge doch tief in die Seele.
Die Burſchen zogen nun ſingend in das Dorf, und die Mütter und Mädchen der muthmaßlich„Gezogenen“ gingen weinend hinterdrein und trockneten ſich mit den Schürzen die Thränen.——
Es waren noch ſechs Wochen bis zur Viſitation, und darauf kam ja eigentlich Alles an. Mutter Marei nahm einen großen Ballen Butter und einen Korb voll Eier und ging zu der Frau Doetorin; die Butter ſchmierte ſich trotz des kalten Winters doch recht gut, Mutter Marei erhielt die Verſicherung, daß ihr Aloys frei werden ſollez „denn,“ ſagte der gewiſſenhafte Arzt:„der Aloys iſt ja ohnehin untauglich, er ſieht ja nicht gut in die Ferne, und darum iſt er ja manchmal ſo tappig.“
Der Aloys aber kümmerte ſich gar nicht um all dieſe Geſchichten, er war ganz verändert, ſchwenkte ſich und pfiff immer, wenn er das Dorf hinaufging.
Der Tag der Viſitation kam, die Burſchen gingen dießmal etwas ſtiller nach der Stadt.
Als Aloys in das Viſitationszimmer gerufen wurde und er ſich entkleiden mußte, da ſagte er keck:„Kusperet mich nur aus, ihr werdet kein Unthätele an mir finden; ich hab' keinen Fehler, ich kann Soldat ſein.“ Er mußte
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