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Darum hatte Aloys heute dem Jörgli mit dem Schlitten geholfen, darum trieb ihm der Schnee das Waſſer aus den Augen, als er den Wegrollenden nachſah.
Abends, ſo„zwiſchen Licht,“ trieb der Aloys ſeine Kühe zur Tränke an des Jakoben Brunnen. Ein Rädchen junger Burſche, darunter auch der Jörgli und ſein alter Freund, ein Jude, des langen Herzles Kobbel*) genannt, der mit dem Jorgli in gleichem Regimente diente, hatte ſich dort zuſammengeſellt; das Marannele lugte zum Fen⸗ ſter heraus.— Der Aloys machte den Gang des Jörgli nach. Er ging ganz ſteif, wie wenn er einen Ladſtock geſchluckt hätte und hielt die Arme ſtrack am Leibe herunter, wie wenn ſie von Holz wären.
„Tolpatſch,“ ſagte der Kobbel,„was krieg' ich Schmus⸗ geld,**) wenn ich mach', daß dich das Marannele hei⸗ rathet?“
„Eine tüchtige Trachtel auf dein Maul,“ ſagte der Aloys, und trieb ſeine Kühe heim. Das Marannele ſchob das Fenſter zu, und die Burſchen lachten aus vollem Halſe, die Stimme Jörgli's tönte aus allen vor.
Aloys wiſchte ſich mit dem Aermel den Schweiß von der Stirne, ſo viel Anſtrengung hatte ihn die Aeußerung ſeines Unmuthes gekoſtet.— Auf dem Futtertrog in ſei⸗ nem Stalle ſaß er dann noch lange, und ſein Plan reifte unwiderruflich in ihm.——
Aloys war in das zwanzigſte Jahr getreten und kam zur Rekrutirung. Am Tage, als er mit den andern Bur⸗ ſchen nach der Oberamtsſtadt Horb gehen ſollte, kam er in ſeinem Sonntagsſtaate nochmals in Marannele's Haus und fragte, ob er nichts aus der Stadt mitbringen ſolle. Als er fortging, folgte ihm das Marannele nach, und auf der Hausflur wendete es ſich ein wenig ab, zog ein blaues Papierchen aus der Bruſt, wickelte einen Kreuzer heraus und gab dieſen dem Aloys.„Da, nimm ihn,“
²) Jakob. **) Maklerlohn.


