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Auerbach's Dorfgeschichten
Entstehung
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geben, und die doch das beſte Futter freſſen und oft am meiſten gelten.

Ich glaube nicht, daß Aloys hiebei an den Nähr⸗, Lehr⸗ und Wehr⸗Stand dachte.

Heute am Neujahrstag zeigte ſich ein Vorſprung, den der Jörgli als Pferdsbauer hatte. Er führte nach der Morgenkirche des Schultheißen Tochter und ihrGeſpiel das Marannele im Schlitten nach Empfingen ſpazieren, und ſo ſehr auch unſerm Aloys darüber das Herz im Leibe zitterte, ſo folgte er doch dem Wunſche des Jörgli und half ihm die Pferde einſtweilen im Schlitten einpro⸗ biren. Er fuhr mit ihm im Dorfe umher und dachte nicht daran, welch ein ſchlechte Figur er neben dem ſtatt⸗ lichen Soldaten ausmachte. Als die Mädchen eingeſtiegen waren, führte Aloys die Pferde noch einige Schritte, bis ſie recht angezogen hatten, und rannte ſo neben den Pfer⸗ den her, er ließ ſie dann los. Und als darauf der Jorgli unter Peitſchenknallen und Rollengeklingel und dem Zu⸗ ſchauen der halben Gemeinde mit den beiden Mädchen dahin fuhr, da ſchaute ihnen Aloys noch lange nach, als man ſie längſt nicht mehr ſehen konnte; er ſchalt dann den dummen Schnee, der ihm das Waſſer aus den Augen trieb, und ging traurig nach Hauſe. Es war ihm, als ob das ganze Dorf ausgeſtorben wäre, da das Marannele den ganzen Tag darin nicht zu finden ſein ſollte.

Ueberhaupt war Aloys ſchon ſeit dem Beginne dieſes Winters oft ſehr betrübt. Im Hauſe ſeiner Mutter kamen die Mädchen oft in die Karz, oder wie man es hier nennt, zu Licht. Die Mädchen wählen zu dieſen abendlichen Zuſammenkünften immer am liebſten eine jung verheirathete Geſpielin oder eine freundliche Wittwe, die älteren Haus⸗ herren ſtören das harmloſe Treiben doch zu ſehr. So kamen die Mädchen auch oft zur Mutter Marei, und die Bauernburſchen kamen wie immer uneingeladen dazu. Früher hatte ſich Aloys gar nicht daran gekehrt, wenn man ſich nicht um ihn kümmerte, er ſaß in einer Ecke und that gar nichts; jetzt ſagte er ſich immer in