Teil eines Werkes 
5 Bdchn. (1846)
Entstehung
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Ihr Entzücken über Calderons Marianne nicht ganz thei⸗ len kann, ſo weit es die Schmach betrifft, welche Ariſto⸗ bulus als ein Opfer der Eiferſucht in der ganzen Zuſam⸗ menſetzung des Stückes und durch die ſcharfen Ergüſſe ſeiner Gemahlin ertragen muß. Eine innere Humanität ſpiegelt ſich hierin nicht; doch gebe ich auf der andern

eite gerne zu, daß ein Weſen, welches unverdient der Gegenſtand der Eiferſucht wird, ſich durch einen ſolchen Argwohn tief gekränkt fühlen muß.

Die Jalouſie iſt etwas Arges, aber eine Doppel⸗ jalouſie iſt doch noch etwas Aergeres, noch Erſtaun⸗ licheres.

Mein Gedächtniß weilt dabei auf einem Punkte in Oſtgötland, einem Hof oder einem Schloß. Ich war dort Zeuge einer Scene. Zwei Schweſtern, die eine verſchie⸗ dene Lebensweiſe führten, wohnten auf dem Schloſſe und wurden von Verwandten beſorgt, welche ihre Güter ver⸗ walteten und ſie ſelbſt pflegten.

Die zwei Unglücklichen brachten ihre Zeit in dem oberen Stockwerke zu, das ganz ihren Bedürfniſſen über⸗ laſſen und reich an allen häuslichen Bequemlichkeiten war. Mit Ausnahme einer Dienerin, die zu gewiſſen Zeiten zu ihrer Bedienung erſchien, waren ſie den ganzen Tag über für ſich. Es war dies als das Paſſendſte und mit ihrem Charakter Uebereinſtimmendſte erfunden worden. Sie woll⸗ ten Niemand ſehen

War Jemand von Ihnen auf dem Ribbingsholm2 Ein Strom, der die Seen Roren und Glan verbindet, bildet bei ſeinem Ausfluß in den letztern ein Vorgebirge. Das Vorgebirge iſt von dem Fluſſe, noch mehr aber von dem Glanſee ſo umſtrömt, daß es beinahe einem Holme gleicht, und vielleicht hat das Schloß, das darauf ſteht, ſeinen Namen von ihm entlehnt.

Vom obern Stock in Ribbingsholm hat man eine weite Ausſicht über den breiten Glan, und auf der andern Seite davon ſieht man die lieblichen Geſtade von Riſinge⸗ land, welches zum Finspongsbezirke gehört. Die Leute