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Amalia Hillner : Roman : 5 Bdchn. / von Almqvist
Entstehung
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Hillner, der nahe zu Dreivierteljahr mit ſeiner Gaitin in Lanutofta gelebt hatte, glaubte, daß es jetzt Zeit ſei, ſie auch auf den übrigen Gütern ſehen und mit denſelben Bekanntſchaft machen zu laſſen. Sie ſollte vor Ler Hand einmal nach Gräſeholm gehen, um der Baronin Ekenſparre ihren Beſuch heimzugeben; dann ſollte ſie nach und nach öfter hinüber kommen. Als man ſich auf den Rückweg aufs Neue in Skane be⸗ fand, theilte Hillner der Geſellſchaft ſeine Abſicht mit, nicht ſogleich mit ſeiner Frau nach Lanutofta heim zu reiſen.Wir fahren zu Dir hinüber, Oskar, und unterwegs ſprechen wir in Hermarp ein.

Dieſer Vorſchlag gründete ſich wohl theilweiſe auf die Abſicht, Sophie Hillner nur nach und nach in dieſe Welt einzuführen und ſie nicht ſogleich nach dem großen Gräſeholm kommen zu laſſen. An dem Johanniabend ſelbſt fuhr man nach dem Hermarper Hof. Die Guts⸗ unterthanen von jedem Alter waren hier damit beſchäf⸗ tigt, mitten im Hofe Maibäume aufzupflanzen; und die Chaiſen der Herrſchaften fuhren durch das fröhliche Volk, als eben der mit Laubwerk, Blumen, Eiern und mit dem zierlichſten Papiere geſchmückte Baum mit dem Fuße in die Vertiefung geſtellt wurde, und rings umher Gabeln erhielt, um daran aufgerichtet zu wer⸗ den. Die Spitze entfaltete ihr ſtolzes Wimpel und ein lauer Johanniwind machte Bekanntſchaft mit einer frü⸗ her nie geſehenen Flagge. Der erſte Geigenſtrich ließ ſich von der Ferne aus dem Backhaus her vernehmen; es war aber nur erſt eine Stimme. Jetzt nahte ſich ein Zug: der ſtattlichſte Spielmann wurde von tanz⸗ luſtigen Schaaren gefolgt.

Laßt uns zu den frohen Menſchen hinausgehen,⸗ ſagte Hillner zu ſeiner Geſellſchaft.Malcolm, fuhr er fort,nimm Konſtanze unter den Arm. Ich glaube

nicht, daß Dir eine Polka um den Maibaum zuwider

iſt. Unſere Leute werden es nicht übel nehmen, wenn ſie ſehen, daß wir unſer Vergnügen mit dem ihrigen miſchen.