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Amalia Hillner : Roman : 5 Bdchn. / von Almqvist
Entstehung
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vildet ein Vergnügen für den Geiſt, der ſeinen Geſichts⸗ kreis erweiterk, und für den Körper, der ſich bei dieſer Bewegung zuſammenzieht und eine feſtereHaltung bekommt.

Man beſchloß in großer Geſellſchaft: nämlich Hill⸗ ners, Ekenſparres und der zwei jungen Leute fortzufah⸗ ren; auch Elbers und verſchiedene von den artigſten Effigienſern: Ortolan, Engeltofft, Loofors, lauter Leute, die auf Oskars Hochzeit getanzt hatten, und ſeitdem oft in den beiden Häuſern geſehen wurden, ſollten die Parthie mitmachen. Hillner liebte die vor⸗ trefflichen jungen Männer immer mehr, je bekannter er mit ihnen wurde. Er würdigte den doppelten End⸗ zweck ihrer Geſellſchaft, indem ſie ſich eben ſowohl in der Geſetzeskenntniß übten, als auch für die große Sache der Mäßigkeit zum Nutzen des ganzen Volkes wirkten. Herr Hillner hatte die Statuten eines Vereins ausge⸗ arbeitet, den er im Sommer, wo er alle ſeine Güter beſuchen wollte, ins Werk zu ſetzen beabſichtigte. Einſt⸗ weilen wollte man während des ſchönſten Theils des Frühlings beim Uebergang in den Sommer ſeine kleine Erholungsreiſe machen. Man ſchlug den Weg gegen den Sund ein, und gerieth auf den ſchönen Gedanken, Kopenhagen zu beſuchen. Eine leichter errungene Zer⸗ ſtreuung gibt es nicht für mehr oder minder verdrieß⸗ liche Staninger. Malmö hat ein Dampfboot, das nur drei bis vier Stunden zur Ueberfahrt nach der Haupt⸗ ſtadt des Bruderſtammes braucht.

Für Frau Hillner und die Baronin Ekenſparre bildete der Oereſund mit ſeinen Kopenhager⸗Thürmen, die im fernen Weſten auf dem Waſſer ruhten, ein Ge⸗ mälde von früher nie geſehener Färbung. So ſah das ungleiche, an jedem Punkte wieder verſchiedene roman⸗ tiſche Stockholm nicht aus. Die Küſte von Seeland ent⸗ ſchleierte ſich vor dem auf dem Sunde ſchaukelnden und herannahenden Auge, wie eine Linie, wie der Rand eines Tellers, den man beim Näherkommen mit allen Ge⸗ nüſſen des Lebens beſetzt ſah.