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Amalia Hillner : Roman : 5 Bdchn. / von Almqvist
Entstehung
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Zwölftes Kapitel. Beim Harmarper Maibuum.

Herr Auguſt Hillner, der Eigenthümer von Lanu⸗ tofta⸗Hof mit den Bjärasmühlen und dem Sägewerk Hymle, trat eines Nachmittags zur Faffeezeit mit jener vortrefflichen Nummer der Staatszeitung in den Sagl. Er küßte ſeine Frau, die dort allein ſaß und ſagte: Jetzt iſt es abgemacht! In dieſem Augenblick ſah er ganz jung aus.

Nun, meine beſte Sophie, fuhr er fort,kannſt Du wieder unſern alten Trauring hervornehmen und ibn aufs neue tragen, wie in den ſchönen Tagen von Sparrakra. Ich habe ihn hier noch nicht an Deinem Finger geſehen, und ich habe Deine Delikateſſe, Deine Klugheit gebilligt, ſo lange die Sachen noch nicht ar⸗ rangirt waren, aber jetzt

Frau Hillner erwiederte nichts, aber eine Bläſſe zog ſich über ihre Wangen.

Kein Donnerwetter, aber doch eine gewiſſe Ver⸗ wunderung ſchien ſich auf Hillners Stirne zu ſammeln.

Du wirſt Dich erinnern, welchen Werth wir damals

auf dieſen Ring legten, fuhr er mit leiſerer Stimme fort.Auch Du hatteſt den halben Antheil an dieſem Werth, Sophie. Du wirſt Dich erinnern ſetzte er in weichen und innigen Tönen hinzu.Sollte dieſer Schatz von unſerer Jugendliebe verſchwunden ſein

Frau Hillner brach in Thränen aus.

Dieſer Trauring, fuhr er fort,wurde für Geld gekauft, das an Deinen und meinen Fleiß als Kinder mahnen ſollte, erinnerſt Du Dich noch? Unſere Eltern hatten die kleine Summe von unſerem Arbeitsverdienſt oder die Belohnungen geſammelt und zurückgelegt, die ſie uns für kleine hübſche Arbeiten, die Du verfertig⸗ teſt, und für Uebungsſchriften, die ich vollendete, ga⸗ ben. Ein unbedeutender, aber doch ſo liebenswürdiger