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Der wandernde Schatten oder die Mahnung aus der Todtengruft : und andere Geschichten aus dem Mittelalter / von I. Albiny
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Rimini.— Gismonda! zeige Dich meines Vertrauens würdig. Indem ich von Dir gehe, bin ich ganz in Deiner Gewalt. Verraͤthſt Du mich an den Fuͤrſten, ſo— Gismonda. Eher an den Teufel, als an dieſen gewiſſenloſen Verräther.— Du ſollſt mich werth Deines Zutrauens finden. Ich kenne die Verraͤtherei noch, wohl aber die Rache; ſie ſchlummert bis jetzt in meinem beleidigten Buſen, und wird nunmehr furchtbar erwachen zu ſei⸗ nem Verderben!

Sie verließen das Lager, auf wel⸗ chem Liebe ſie ſo weich gebettet hatte, und Uhaldo war eben im Begriff aus dem Hauſe der Graͤfin zu gehen, als ihm ein Hauptmann von der furſtlichen Leib⸗ wache mit Gefolge entgegen trat.