Zweiter Abſchnitt.
Zu Faenza lebte damals eine Gräfin Gismonda, in einem Alter von unge⸗ faͤhr ſechs und zwanzig Jahren, ein feuri⸗ ges, tiefblickendes und ſtolzes Weib. Sie war beleidigt von Manfredo, der fruͤher vertraut mit ihr gelebt hatte. Jetzt wurde ſie allenthalben zuruͤckgeſetzt; das konnte ſie nicht ertragen. Sie durſtete nach Rache, vlieb zu Faenza, und erwartete ungeduldig den Augenblick, in welchem ſie triumphiren wollte. Shrem Scharfblic entging Ubaldo


