Druckschrift 
Der wandernde Schatten oder die Mahnung aus der Todtengruft : und andere Geschichten aus dem Mittelalter / von I. Albiny
Einzelbild herunterladen

165

Angelegenheit, bei der ich mein ganzes volles Zutrauen in Dich ſetze.— Die Tochter des Herzogs von Caſtro war mit dem Prinzen von Urbino vermaͤhlt; ſeit zwei Jahren iſt ſie Wittwe. Der Ruf ſagt viel von ihrer Schoͤnheit und ihrem Verſtande. Ich bin Willens, ihr meine Hand zu reichen, und habe Dich erſehen, in dieſer Angelegenheit mein Rathgeber⸗ dann der Botſchafter an ihres Vaters Hofe, und mein Freiwerber bei der Prin⸗ zeſſin zu ſeyn.— Begib Dich unerkannt nach Caſtro, beobachte die Prinzeſſin, lerne ſie kennen, gib mir Nachricht von Deinen

Entdeckungen, und etwarte ſodann meine weiteren Verfuͤgungen.

ubaldo. Verlaßt Euch ganz au. mich, mein Fuͤrſt! Nanfredo. Ich lege hiermit mein Wohl und Weh in Deine Haͤnde, in die

Haͤnde meines Freundes. Ich bin feſt

überzeugt, daß du mein Zutrauen nicht mißbrauchen wirſt.— Die Heirathsge⸗