158
die Sage: er koͤnne nicht ruhen im Grabe, ſondern erſchiene allnaͤchtlich mit jammer⸗ vollen Geberden, und flehe Vergebung von der ungluͤcklichen Anna, die, gehuͤllt in ihr weißes Sterbegewand, mit Abſcheu ſeinen Armen ſtets entflohen waͤre, bis ein Greis im Prieſterkleide, vermuthlich jener biedere Prediger, der Anna's Troſt im Leben war, erſchien, und die entzwei⸗ ten Gemuͤther verſöhnte.— Noch jetzt erzaͤhlt man in Coburg dieſe Geſchichte, wenn den Reiſenden Johann Caſimirs in Stein gehauenes Bildniß gezeigt wird.


