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Der wandernde Schatten oder die Mahnung aus der Todtengruft : und andere Geschichten aus dem Mittelalter / von I. Albiny
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finden konnte, unbeſorgt, ob ße ben ge⸗

genwaͤrtigen Abſichten angemeſſen waren oder nicht.

Ohne ſeine ernſten Mienen mit freu⸗ digern zu wechſeln, murmelte Scotus an⸗ daͤchtig ſeine ſogenannten Gebete fort, rief oft mit frevelnder Zunge den Namen der heiligen Dreifoltigkeit, und ergriff end⸗ lich die Rauchpfanne, die im Zauberkreiſe ſtand. Eine helle Flamme loderte hoch auf, als er ſich der Herzogin näberte, die halb todt in einen Armſtuhl zuruͤck ſank. — Auch dieſer Umſtand irrte den Gaukler nicht; ering. um ſie herum, und dichter Dampf umſloßſ ie todtenbleiche Anna.

„Tretet in den Kreis! die unſichtba⸗

ren Maͤchte erhoͤren unſre Gebete, und ſchenken Euch den Sohn der Hoffnung! ½ raunte der Betruͤger dem betäubten Weibe ins ſcheue Ohr, ſobald ſie die Augen wie⸗ der Iffnete. Dieſe Worte, die ihre liebſte Hoffuhng wieder neu belebten, gaben ibr Muth 6 Entſchloſſenheit. Sie roff

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