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ſey mir gnaͤdig und barmherzig!“ ſchrie die Herzogin, und wollte fliehen; allein der Schrecken hatte Blei in ihre Gebeine gegoſſen, daß ſie mit aller Anſtrengung ſich nicht fort bewegen konnte.—„Stille, ſtille, traute Herzogin!“ lispelte der Gauk⸗ ler, indem er leiſe zu ihr trat, und ihre Lampe ausloͤſchte—„Scheucht meine Gei⸗ ſter nicht hinweg!“— Anna athmete tief bei dieſer Rede, und blickte ſchuͤchtern um ſich, ob etwa ein Geiſt hinter ihr ſey.
„Was habt Ihr vor mit mir, Scotus?“
gab ſie ihre Furcht zu erkennen.„Was jollen dieſe ſchauderhaften Denkmaͤler des Todes?“—„Euch Leben und Freude ge⸗ ben, holde Anna!“ troſtete der Betruͤger.
„Laßt uns beten, und den Beiſtand der
unſichtbaren Maͤchte gewinnen!“— Sco tus kehrte ſich fuͤrder nicht an die beaͤng⸗ ſtigte Anna, ſondern betete. Hoch klopfte der Herzogin das Herz, und ſie ſuchte in der Angſt alle Gebete in ihrem Gedächt⸗ niſſe hervor, die ſie in der Eile nur auf⸗
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