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Der wandernde Schatten oder die Mahnung aus der Todtengruft : und andere Geschichten aus dem Mittelalter / von I. Albiny
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Der betruͤgeriſche Gaukler, ungt von dem ſchandlichſten Feuer, traf alle In

ſtalten, um die unbedachtſame Fuͤrſtin in das Gewebe ſeiner Liſt zu verſtricken, und ſie ſelbſt unvermerkt zu ſeiner ſträflichen Begierde zu kitren.

Es ſchlug die Mitternachtsſtunde, die noch in jenen Zeiten Geiſtern und Geſpen⸗ ſtern gewidmet war, und Anna, die jede Viertelſtunde ſorgſam gezählt hatte, ver⸗ ließ das weiche Lager, huͤllte ſich in ein leichtes Nachtkleid, und eilte, indem eine kleine Handlaterne ihr den Weg erleuch⸗ tete, mit Ungeduld ihrem Verfuͤhrer ent⸗ gegen. Sie zitterte, wie vom Fieberfroſt geruͤttelt; denn ſie fürchtete Geiſter, die ſie nicht zu fuͤrchten hatte, und ging los in die Arme eines Mannes, den ſie in ver That mehr zu fuͤrchten hatte, als jene Weſen der Einbildung.

Haſtig oͤffnete ſie jetzt die Thure des Italieners, der ſie ſchon lange gierig er⸗ wartete.„Hu! wie todt, wie hehr die