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Der wandernde Schatten oder die Mahnung aus der Todtengruft : und andere Geschichten aus dem Mittelalter / von I. Albiny
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Euch verehren; denn in Italien wuͤrde weder Fuͤrſt noch Buͤrger glauben, die ſchoͤne Anna von Sachſen ſey nur da, um Kinder zu gebähren.

Anna(erſchrickt). Was ſagt Ihr, und was ahne ich?—

Scotus. Die Wahrheit; denn Sco⸗ tus fuͤhret Euch an ſeiner Hand, der die Wahrheit kennt und liebt. Erlaubt mir, theure Fuͤrſtin, daß ich Euch einmal die Gegenwart vorhalte, und nicht in die Zu⸗ kunft ſchaue, wie ich gewoͤhnlich zu thun pflege. Seht, ſchoͤne Gebieterin! Euer Gemahl iſt Euch abgeneigt, ſlieht Euern Uumgang, und wird zornig, wenn ein Jun⸗§. ker Euern Namen nennt. Warum denn

Anna. Das weiß ich nic eben iſt mein Kummer. Scotus. In Deutſchland hält man es fuͤr ein gewaltiges Ungluͤck, mit wel⸗ chem der Himmel ungerathene Voͤlker heim⸗ ſucht, wenn das Land eines Fürſten an