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Der wandernde Schatten oder die Mahnung aus der Todtengruft : und andere Geschichten aus dem Mittelalter / von I. Albiny
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In dieſer druͤckenden Lage, betven Theilen gleich unertraͤglich, befanden ſich der Herzog und ſeine Gemahlin, als ein Italiener, der Hieronimus Scotus 8 ſich nannte, am Hofe erſchien, un nd teils ven duͤſtern Herzog mit— Sa ſpielerküunſten beluſtidte,— denn er ieß ſich fuͤr einen Zauberer zaten,— Itheils das Herz der liebekranken Anna mit neuen Wuͤnſchen und Freuden erfuͤllte, zugleich aber auch die erſten Grundſteine legte, worauf ſie ſich ſelbſt das Gebäude ihres namenloſen Ungluͤcks errichtete. 6 3 Hieronimus Scotus Fhatte ſich eine genaue Kenntniß von den Schwaͤchen des menſchlichen Herzens, ſo wie den Meinungen und Irrthuͤmern ſeiner Zeit⸗ genoſſen erworben, unh wußte dieſe Kennt⸗ niß zu ſeinem n zu ſeiner Ab⸗ ſicht, die freilich ſtets nicht die redlichſte war, wohl anzuwenden und zu benutzen. Allgemein war damals der Glaube an ge⸗ wiſſe uͤbernaturliche Kräfte, Geheimniſſe