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war lenkſam, nachgebend und gefühlvoll.
Aber durch ſein ſtolzes und rauhes Weſen entfernte er die beleidigte Anna immer mehr von ſich, die nun Theilnahme, Unter⸗ haltung und Genuß der Freude bei An⸗ dern ſuchte, da ſie alles dieſes bei dem F Gemahl nicht finden konnte.— und nur gar bald fand ſich ein Betruͤger, der die
Schwächen und Lieblingsneigungen des
leichtſinnigen Weibes, das kaum die Kin⸗ derſchuhe abgelegt hatte, benutzte, und ſie
in einen unabſehbaren Abgrund ſtürzte.
Noch ein anderer Umſtand, der größ⸗ tentheils das rauhe Benehmen des muͤr⸗ riſchen Herzogs gegen ſeine Gemahlin be⸗ ſtimmte, vermehrte ſeine Unzufriedenheit,
und erzeugte endlich gegen ſie eine Gleich⸗
guͤltigkeit, die an Geringſchaͤtzung grenzte. — Schon waren einige Jahre verfloſſen, und noch zeigte ſich keine Hoffnung, die dem Herzog einen Erben verkuͤndigt haͤtte. Dieſer Umſtand war ihm um ſo unange⸗ nehmer, und bei ſeiner feindſeligen Laune


