Druckschrift 
Der wandernde Schatten oder die Mahnung aus der Todtengruft : und andere Geschichten aus dem Mittelalter / von I. Albiny
Einzelbild herunterladen

30

Bogen trage ich in der Linken, indem ich mit der Rechten den gierigen Spuͤrhund zuͤgele; am gruͤnen Bande ſchaukelt das ſiberne Hifthorn, womit ich Euch laut zu⸗ rufe im weiten Forſte.— Kommt, Theu⸗ rer, laßt uns die Befehle dazu geben. Caſimir. Ich mag nicht jagen.— Armer Vater! nur Dein Sohn denket Deiner— Niemand ſonſt unter Deinen Verwandten und Freunden!— 555 Anna(verdrießlich). So wollen wir eine Luſtreiſe nach Eiſenach machen. Es iſt ſo ſchoͤn, ſo freundlich in jener Ge⸗

Caſimir. Ich mag die freundlichen

gete und freundlichen Gegenden nicht ſehen; denn faſt immer liegen Schlangen unter ihrer Freundlichkeit verborgen.* Anna. So laßt uns ſonſt eine Veränderung, eine Zerſtreuung ſuchen. Ich ſage Euch, es iſt unausſtehlich hier in bieſer finſtern Burg, die gan einer Tod⸗ gleicht.

—

——

—