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und der Güte ſeines Herzens, allen Handlungen abſpiegelte, verdiente
Das Ungluͤck des Vaters hatte auf den Sohn den lebhafteſten Eindruck ge⸗ macht, und in ſein Antlitz die Furchen 5 des Kummers und Ernſtes gezogen. Erſt zwanzig Jahre alt, haͤtte man bei einem jungen Manne voll Kraft und Geſundheit, Lebhaftigkeit und gluͤhende Liebe für die reizende Fuͤrſtentochter erwarten ſollen; allein Johann Caſimir war ernſt, duͤſter, und empfand nur zuweilen eine gewiſſe Waͤrme und einen lebhaftern Kreislauf des Blutes, wenn die zauberiſche Anna ihm nahete, welchem Gefuͤhle er fälſchlich den Namen Liebe beilegte.
Lange befehdete Johann Caſimir dieſe Geſchlechtsneigung; allein der Kampf fiel doch endlich zu ſeinem Nachtheile aus, und er mußte ſich nothgedrungen entſchlie⸗ ßen, der ſchoͤnen Anna von ſeiner ver⸗ ſchloſſenen Liebe ein Wörtchen zu ſagen. Erhitzt vom Weine und Tanze trat er


