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und die Günſtlingin der Königin. 19
Hauſe mehr alberne Verſchwender bei Lhombre und Baſſet ruinirt werden, als im„Oberthürſteher“.“
„O blindes und verderbtes Geſchlecht!“ rief Hyde, gen Himmel blickend.
„Sie haben wohl Recht, Wehe über ſie zu ſchreien, ehrwürdiger Sir,“ erwiederte Greg,„und hier kommt noch mehr Stoff für eine Predigt in der Geſtalt Seiner Durch⸗ laucht von Grafton. Sehen Sie nur, mit welcher Miene er ſich in ſeiner Kutſche zurücklehnt. Sein gutes Aeußere hat verzweifelte Niederlagen unter den Damen angerichtet und nur Miſtreß Onslow hat ihm widerſtanden. Zunächſt kommt die dicke Miſtreß Knight, von der ich Ihnen eine luſtige Geſchichte erzählen könnte, wenn ich wollte. Auf ſie folgt Lord Nottingham, der ſo ernſt ausſieht, als hätte er ſich noch nicht von ſeiner Entlaſſung erholt, obgleich er ſich bei der Signora Margaretha zu tröſten geſucht hat. In der nächſten Kutſche ſitzt die ſtolzeſte Dame bei Hofe,— Ihre Durchlaucht von Marlborough, deren Tochter ſie iſt, nicht ausgenommen,— es iſt die Herzogin von Montague. Iſt es nicht ein glänzendes Geſchöpf? Die diamantenbedeckte Dame, die dann vorüberſchlüpft, iſt Miſtreß Long, Schweſter von Sir William Raby. Jene ſchöne Equipage gehört Sir Richard Temple,— jetzt können Sie ihn ſehen, ein recht ſchmucker Mann. Er iſt mit Miſtreß Centlivre im Gerede, aber ich ſage nichts. Ah! Hier kommen ein Paar Schön⸗ geiſter. Der auf dieſer Seite iſt der berühmte Herr Con⸗ greve und der andere der nicht weniger berühmte Herr Steele. Ich möchte wiſſen, wem von beiden die Kutſche gehört,— wahrſcheinlich dem einen ſo wenig, wie dem andern. Die
ſchöne Dame hinter ihnen iſt Miſtreß Hammond, deren Mann
eben ſo ein brüllender Löwe, wie Herr Saint⸗John iſt, wo⸗
gegen ſie ſich für ſeine Vernachläſſigung mit den Aufmerk⸗
ſamkeiten von Lord Dursley, Viceadmiral von der Blauen,


