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und die Günſtlingin der Königin. 15
Individuum, deſſen Rock und Halskragen ſeinen ehrwürdigen
»Beruf verrieth und der ein ſtattliches Frauenzimmer von etwa vierzig Jahren an einem Arm und ein hübſches, ſchüchternes Mädchen, kaum halb ſo alt, am andern führte.
„Hier kommt Sir Nathan Wright, ehemaliger Lord Großſiegelbewahrer,“ ſagte der lange, ſchmächtige Mann, in⸗ dem er ſeinen ehrwürdigen Begleiter anredete, dem er als Cicerone zu dienen ſchien.
„Iſt dieß Sir Nathan, Herr Greg?“ fragte der Geiſt⸗ liche, indem er einen Mann mit ſcharfgeſchnittenen Zügen und wohlbeſtellter Perruͤcke in der Kutſche betrachtete.
„Eben der, Herr Hyde,“ erwiederte Jener;„und ſo wahr ich lebe, hinter ihm kommt ſein Nachfolger Lord Cow⸗ per, der, wie ich Ihnen nicht zu ſagen brauche, einer der geſchickteſten Juriſten iſt, der je einen Amtsrock trug. Seine Herrlichkeit wird beſtimmt über Kurzem ſeinen Sitz auf dem Wollſack einnehmen.“
„O Himmel! wer iſt das in der vergoldeten Kutſche?“ fragte das erwähnte junge Mädchen.„Was für ein wun⸗ derhübſcher Herr es iſt und was für ſaubere, ſchöne Kleider er anhat!“
„Das iſt der Graf von Sunderland, Miß Angelika,“ antwortete Greg,„der Staatsſekretär und Schwiegerſohn Seiner Durchlaucht von Marlborvugh. Neben ihm fſitzt die Gräfin. Jener finſter ausſehende Edelmann, der den Kop aus dem Fenſter ſteckt und ſeinen Kutſcher ſchilt, daßer ſ langſam fährt, iſt Lord Oxford, auch ein Miniſter ut einer der tüchtigſten, aber kein großer Liebling hter Y wegen des Verweiſes, den er dem Prinzen don Dinemark wegen ſeiner ſchlechten Führung der Flotte ertheilte. Hinter ihm kommt der Herzog von Devonſhire und nach dem Herzog Seine Durchlaucht von Neweaſtle. Dann folgt mein Vor⸗ geſetzter, Herr Harley, dem nicht nach Verdienſt geſchieht,


