Teil eines Werkes 
3. und 4. Bd. (1849)
Entstehung
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„Ich danke Eurer Majeſtaͤt unterthaͤnigſt,“ ver⸗ ſetzte die Dame.„Darf ich meinem Kinde das letzte Lebewohl ſagen?“

„Thut es,“ verſetzte Jakob.

Darauf naͤherte ſie ſich der Bahre, und nachdem ſie die Zuͤge ihrer Tochter einen Augenblick mit der leb⸗ hafteſten Zaͤrtlichkeit angeſehen, druckte ſie einen Kuß auf ihre marmorweiße Stirn. Indem ſie dies that, floſſen ihre Thraͤnen raſch.

„Ihr könnt weinen, wie ich ſehe,“ ſagte der Kö⸗ nig.„Ihr ſeid keine Hexe mehr.“

„Ja, der Himmel ſei geprieſen! ich kann weinen,“ verſetzte ſie,„und ſo mein zu ſchwer belaſtetes Herz er— leichtern. O! Sire, Niemand als wer die Qual erfah⸗ ren hat, wenn uns dieſe Erleichterung der Natur ver⸗ ſagt iſt, kann ſich einen Begriff davon machen. Auf Wiederſehen! mein geliebtes Kind!“ rief ſie nochmals ihre Stirn kuͤſſend;„und Dir rufe ich es auch zu, ihr Geliebter.— Nicolaus Asſheton, es war ihr Wunſch, mit Richard in einem Grabe zu ruhen. Ihr werdet dafuͤr ſorgen, nicht wahr, Nicolaus?“

„Ich will es— ich will es,“ verſetzte der Squire mit ſehr bewegter Stimme.

„Und ich verſpreche es ebenfalls,“ ſagte Sir Ralph

Asſheton.„Sie ſollen zuſammen auf dem Kirchhofe zu

Whalley ruhen.— Es iſt gut, daß Sir Richard und Dorothea abgereiſt ſind,“ ſagte er dann zu Nicolaus. „Es iſt wahr,“ ſagte der Squire, wir moͤchten ſonſt noch ein Leichenbegaͤngniß haben. Gebe der Him⸗ mel, daß es jetzt vermieden werde!“