Teil eines Werkes 
3. und 4. Bd. (1849)
Entstehung
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„Ja, Malkin Tower,“ verſetzte der Wundarzt.„Es knuͤpft ſich eine Sage an dies Gebaͤude, die ich Euch ſogleich erzahlen will, wenn Ihr es wuͤnſcht. Aber wei— ter. Kaum hatte Beß Demdike ihre Wohnung in die⸗ ſer einſamen Burg aufgeſchlagen, als ſich das Geruͤcht verbreitete, daß ſie eine Hexe ſei und Hepenverſammlun⸗ gen auf dem Gipfel des Pendle-Huͤgels und auf dem Moor von Rimington beiwohne. Nur Wenige wollten mit ihr umgehen, und Ungluͤck traf Dieſenigen, mit welchen ſie zankte. Obgleich von ſcheußlichem und abſchreckendem Anſehen und bei der Eigenthuͤmlichkeit, daß das eine Auge niedriger als das andere im Kopfe ſtand, war ſie doch ſo ſchlau, einen jungen Mann Namens Sothernes zu bewegen, ſie zu heirathen, und zwei Kinder, ein Sohn und eine Tochter, waren die Fruͤchte dieſer Ver⸗ bindung.

„Die Tochter habe ich in Whalley geſehen,“ be⸗ merkte Potts;„der Sohn iſt mir aber nie vorgekommen.“

„Chriſtoph Demdike lebt noch, glaube ich,“ verſetzte der Wundarzt,„obgleich ich nicht weiß, was aus ihm geworden iſt, denn er hat dieſe Gegend verlaſſen. Er ſteht in eben ſo ſchlechtem Rufe, wie ſeine Mutter und hat denſelben ſeltſamen und furchtbaren Blick in den Augen.“

„Wenn ich ihn ſehe, werde ich ihn erkennen,“ ſagte Potts.

„Ihr werdet wohl ſchwerlich mit ihm zuſammen⸗ kommen,“ entgegnete Sudall,„denn wie ich bereits ge⸗ ſagt habe, hat ſie den Wald verlaſſen. Aber wieder zu meiner Geſchichte. Der Eheſtand war wenig angemeſſen

Ainsworth, Hexen. III. 3