Teil eines Werkes 
3. und 4. Bd. (1849)
Entstehung
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meln und die Milch ſauer zu machen; und ſelbſt dieſe Geruͤchte hielt ich fuͤr ſehr uͤbertrieben; aber nach dem, was ich in Sabden und anderswo geſehen, finde ich, daß ſie weit hinter der Wirklichkeit zuruͤckbleiben.“

„Es wuͤrde ſchwierig ſein, das Bild noch ſchwaͤrzer zu machen,“ ſagte der Arzt;„aber welche Mittel wollt Ihr anwenden?“

„Das Brenneiſen, mein Herr,“ verſetzte Potts— „das wirkliche Brenneiſen! Wir wollen dieſe Peſtbeule ausbrennen. Die beiden alten Hexen und ihre verderb— liche Brut ſollen auf den Scheiterhaufen gebracht werden. Das wird eine Radikalkur ſein.“

„Es kann wohl ſein, wenn ſie zur Ausfuͤhrung kommt, aber ich glaube, es wird lange waͤhren, ehe das geſchieht,“ verſetzte der Arzt mit zweifelhaftem Kopfſchuͤt— teln. Seid Ihr mit Mutter Demdike's Geſchichte be⸗ kannt, mein Herr?“ fragte er Potts.

„Zum Theil,“ verſetzte der Anwalt,„aber es wird mir lieb ſein, wenn Ihr mir etwas Neues uͤber den Zuſtand mittheilen koͤnnt.“

„Das Eigenthuͤmliche bei ihr,“ bemerkte Sudall, „und der Umſtand, der ihre ſchwarze und furchtbare Laufbahn von der einer andern weſentlich unterſcheidet, iſt, daß ſie ihr vom Schickſal vorgezeichnet war. Als ſie noch ein kleines Kind war, ſprach der ungluͤckliche Abt Paslew einen Fluch uͤber ihr Haupt aus. Sie iſt auch der Sproͤßling eines Mannes, von dem behauptet wurde, daß er ſeine Seele an den Feind des Menſchengeſchlechts verkauft habe, waͤhrend ihre Mutter eine Hexe war.